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Reihe KlangWelten, ARS ACUSTICA


Thomas Gerwin 

HörZeit-SpielRaum 2006
In konzentrierter Atmosphäre auf dem Lautsprecher-Orchester
Künstlerische Leitung:
Thomas Gerwin
Ton: Michael Baumeister
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Pressetext
 
K l a n g W e l t e n 
HörZeit-Spielraum 2006
 
„Glaskasten“ - Prinzenallee 33 - 13359 Berlin-Wedding jeweils 20:20 Uhr
 
Die Konzertreihe "KlangWelten" präsentiert internationale Hörkunst auf einem kleinen Lautsprecher-Orchester. An fünf Abenden im November und Dezember 2006 und werden die Zuhörer mitgenommen auf eine Reise in besondere, ungewöhnliche Klang-Gefilde. Dabei ergänzen, kommentieren oder kontrapunktieren sich die jeweils ausgewählte internationale Ars Acustica und die Hörspiel-Aufführung thematisch. Neben neuen Produktionen werden auch einige Klassiker des Genres gespielt. Die Stücke werden im Konzert jeweils durch kurze Kommentare eingeführt. Im dritten Teil des Abends gibt es dann ein Gespräch mit einem besonderen Gast über das jeweilige Thema und über die gemeinsam erlebten Werke.
 
Das kleine „Berliner Lautsprecher-Orchester“ wurde von dem Komponisten und Klangkünstler Thomas Gerwin im Jahr 2001 gegründet und wird, unterstützt von dem Tontechniker Michael Baumeister, jeweils speziell an die Konzert-Räumlichkeiten angepasst. Jeder der im Raum verteilten Lautsprecher ist vom Mischpult einzeln ansteuerbar, die Klänge bewegen sich frei im Raum und die Zuhörer befinden sich in einer bevorzugten Position: mitten im Klang. Dabei gibt es keine guten oder schlechten Hörpositionen, nur unterschiedliche, gleich interessante Hörperspektiven. Für jedes Hörwerk wird eine eigene Raum-Klang-Choreographie entworfen, die während der Aufführung live verwirklicht wird. Durch diese ad hoc stattfindende „Spatialisierung“ wird die Aufführung von auf Tonträgern fixierter Musik und Hörkunst zum konzertanten, nicht wiederholbaren Live-Erlebnis.
 
Künstlerische Leitung: Thomas Gerwin, Ton: Michael Baumeister, www.inter-art-project.de
 
Eine Veranstaltung des Instituts für multisensoriale Kunst in Kooperation mit dem kulturradio des rbb, dem Südwestrundfunk und der Glaskasten-Divergenz gGmbH.
 
 
Ars acustica ist ein relativ neues Genre der Hörkunst und bewegt sich stilistisch zwischen mehreren gewohnten Gattungen. Ars acustica kann Elemente von experimenteller, elektroakustischer oder auch traditioneller Musik, Hörspiel, Instrumentalmusik verschiedener Genres, Musique concrète, Soundscape, Klangkomposition oder Geräusch-Collage beinhalten, ohne ganz einer dieser Gattungen anzugehören. Gerade die klangliche Ambivalenz, das Changieren zwischen verschiedenen Deutungsmöglichkeiten beim Hören macht oft Ars acustica so spannend und interessant. Wurzeln dieser originär im Radio angesiedelten Kunstform finden sich sowohl in Bert Brechts Forderung, eine Hörkunst zu erfinden, die alle Klänge gleichberechtigt einbezieht, als auch in Arnold Schönbergs Vision einer Klangfarbenkomposition und Pierre Schaeffers Idee einer Nutzung alltäglicher Geräusche im musikalischen Sinne. Ars acustica ist in den Rundfunksendern oft in oder in der Nähe der Hörspielredaktionen angesiedelt, weil für viele Werke konkret oder auch abstrakt narrative Elemente konstitutiv sind. In vielen Fällen spielt auch Text, oft in sehr unorthodoxer Behandlung eine wichtige Rolle. In aller Regel sind Ars-Acustica-Werke aber international verständlich, weil gesprochener oder gesungener Text, falls überhaupt ein solcher vorkommt, höchstens als Anker oder Richtungsweiser im Klanggeschehen fungiert, aber in der Regel keine wirkliche Narration erfolgt. In der Präzision des klanglichen Ausdrucks bei gleichzeitiger Vieldeutigkeit in der Interpretation ist Ars Acustica eindeutig der Musik näher als dem Hörspiel.
 
V.i.S.d.P. :  inter art project - Calvinstr.13a - 10557 Berlin – Tel. 030-397 417 34

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